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		<title>Hosodas Plot Wars</title>
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		<pubDate>Sun, 13 Jun 2010 13:50:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Adrian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Anime]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>

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		<description><![CDATA[Hosoda hat an einer Kunst-Universität studiert und 1991 in Ölmalerei einen Abschluss gemacht. Anschliessend begann er bei Toei Animation als Animator zu arbeiten, konnte schnell erste Regie-Erfahrungen sammeln und 1999 bei seinem ersten Kinofilm Regie führen (Digimon Adventure). Seine mutige Umsetzung auf eine realistische und atypische Weise hat ihm viel Aufmerksamkeit gebracht und Hayao Miyazaki [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img style="float: left; margin: 0pt 20px 20px 0pt;" title="summer_wars_1" src="http://nimmermehr.ch/wp-content/uploads/summer_wars_1.jpeg" alt="" width="300" height="649" /> Hosoda hat an einer Kunst-Universität studiert und 1991 in Ölmalerei einen Abschluss gemacht. Anschliessend begann er bei Toei Animation als Animator zu arbeiten, konnte schnell erste Regie-Erfahrungen sammeln und 1999 bei seinem ersten Kinofilm Regie führen (<a href="http://www.animenewsnetwork.com/encyclopedia/anime.php?id=2523">Digimon Adventure</a>). Seine mutige Umsetzung auf eine realistische und atypische Weise hat ihm viel Aufmerksamkeit gebracht und Hayao Miyazaki dazu veranlasst, ihn als Regisseur von <a href="http://www.animenewsnetwork.com/encyclopedia/anime.php?id=889">Howl&#8217;s Moving Castle</a> zu engagieren. Die Zusammenarbeit fruchtete aber nicht und Miyazaki übernahm die Regie am Schluss gleich selber. Hosoda wechselte darauf bald von Toei zu Madhouse und hat dort seither &#8211; nicht unbedingt mit kommerziellem Erfolg aber viel Lob der Kritiker und vielen Auszeichnungen &#8211; zwei Filme realisiert: <a href="http://www.animenewsnetwork.com/encyclopedia/anime.php?id=6733">Das Mädchen, das durch die Zeit sprang</a> und zuletzt Summer Wars.</p>
<p>Dabei etabliert Hosoda mit Summer Wars ein starkes Team aus ihm, Yoshiyuki Sadamoto für das Charakterdesign und Satoko Okudera für das Drehbuch, die auch das Drehbuch für den wunderbaren Realfilm <a href="http://www.imdb.com/title/tt0910949/">Talk, Talk, Talk</a> geschrieben hat und anscheinend auch an Hosodas nächstem Projekt beteiligt sein wird.</p>
<p><span id="more-306"></span><br />
Summer Wars spielt in einer nahen Zukunft, in der immer mehr über eine virtuelle Online-Welt namens Oz abgewickelt wird. Viele Firmen und Behörden haben dort Büros eröffnet und ihre Netzwerke damit verbunden. Kenji ist Mitglied des Computer Clubs seiner Schule und während er über die Sommerferien als Systemadministrator einen Nebenjob in Oz verfolgt, taucht plötzlich sein heimlicher Schwarm Natsuki auf und sucht jemanden, der sie gegen Bezahlung zum Geburtstag ihrer Grossmutter begleitet. Kenji nimmt das Angebot freudig an, bekommt aber Zweifel als sich Natsukis Familie als altes Samurai Geschlecht herausstellt und er sich als Natsukis Freund, Todai-Absolvent und Sohn aus einer prestigeträchtigen Familie ausgeben muss. Dazu richtet auch plötzlich ein Virus on Oz beträchtlichen Schaden an und Kenji wird verdächtigt, diesen freigesetzt zu haben.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-320" title="summer_wars_2" src="http://nimmermehr.ch/wp-content/uploads/summer_wars_2.jpeg" alt="" width="590" height="332" /><br />
<span class="imagecaption">Kenji meldet sich für Natsukis Angebot.</span></p>
<p>Das ist nur eine knappe Einleitung des Filmes und deutet nur an, was im Summer Wars plotmässig so alles abgeht. Da gibt es eine grosse Geburtstagsfeier, einen Cyberkampf mit einem beträchtlichen Chaos, das dieser in der Realität anrichtet, ein Familiendrama, eine Liebesgeschichte, eine Gedenkfeier und auch noch ein Baseballtournier. Dazu gibt es eine Unmenge von Charakteren und verschiedene Plotebenen für die Kinder, Frauen, Männer, Jungen und Alten die im Film vorkommen.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-322" title="summer_wars_5" src="http://nimmermehr.ch/wp-content/uploads/summer_wars_5.jpeg" alt="" width="590" height="332" /><br />
<span class="imagecaption">Natsuki stellt Kenji alle anwesenden vor.</span></p>
<p>Kurz, eine ziemliche Übersodosis an Plots serviert da Hosoda und beim ersten Schauen des Filmes kann das schnell etwas überfordern. Die Geschichte spielt zwar Hauptsächlich im Familienanwesen der Shinohara und in Oz, es passiert aber so viel gleichzeitig, dass man nicht alles aufs Mal aufnehmen kann. Das ist aber durchaus das Konzept des Filmes und passt zum Chaos der Vorbereitung für eine grosse Feier in einer Grossfamilie. Gegen Ende des Filmes verdichten sich die Plots dann aber und kulminieren in einem spektakulärem Schluss.</p>
<p>Trotz der Überladung macht Summer Wars aber viel Spass und lädt dazu ein, sich den Film gleich mehrmals anzuschauen. So kann man die vielen kleinen Details und Plots entdecken, die alle super erzählt sind und mit viel Witz aufwarten. So kann ich zum Beispiel empfehlen, sich etwas auf die Kinder im Film zu konzentrieren, die etwas in ihrer eignen Welt leben und immer irgend etwas am machen sind.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-321" title="summer_wars_3" src="http://nimmermehr.ch/wp-content/uploads/summer_wars_3.jpeg" alt="" width="590" height="332" /><br />
<span class="imagecaption">Die Cyberwelt Oz.</span></p>
<p>Oz nimmt einen grossen Teil des Filmes ein und erinnert an die Bilder von <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Takashi_Murakami">Takashi Murakami</a>. Vom Stil her hat mich dieser Teil weniger überzeugt aber dafür mehr darin, die Komplexität und Implikationen einer solchen virtuellen Welt auf eine einfache visuelle Weise zu vermitteln. Der Film thematisiert dabei Oz nicht als separate imaginäre Welt, sondern zeigt immer wieder wie sich Oz und die Realität gegenseitig beeinflussen. Schönen Szenen sind dabei wie während dem Cyberkampf immer wieder Ablenkungen aus der Realität diesen beeinflussen oder wie die Frauen gegen Ende des Filmes und kurz vor einem nuklearen GAU sich entgeistert darüber wundern, dass es sich bei Oz nicht nur um ein Spiel handelt.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-323" title="summer_wars_4" src="http://nimmermehr.ch/wp-content/uploads/summer_wars_4.jpeg" alt="" width="590" height="332" /><br />
<span class="imagecaption">Das Anwesen von Natsukis Familie.</span></p>
<p>Summer Wars kann ich allen wärmstens empfehlen. Dabei ist es wahrscheinlich am besten, beim ersten Mal nicht zu versuchen, alles mitzubekommen. Vielmehr sollte man sich einfach auf das Chaos einlassen und den Film dann nochmals schauen, um sich auf die Details konzentrieren zu können.</p>
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		<title>NoitaminA verdoppelt seine Sendezeit!</title>
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		<pubDate>Sun, 06 Jun 2010 11:41:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Adrian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Anime]]></category>
		<category><![CDATA[Knapp]]></category>

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		<description><![CDATA[Oft wird über die Qualität der neusten Anime-Season gelästert und bedauert, dass immer nur der gleiche Quatsch zum millionsten Mal durchgekaut wird und einfach keine guten Serien mehr produziert werden. Während ich stark bezweifle dass dies grundsätzlich zutrifft und glaube, wir haben nur alle schlechten Serien aus alten Zeiten schon lange wieder vergessen &#8211; oder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="mt-image-left" style="float: left; margin: 0pt 20px 20px 0pt;" title="notamina" src="http://nimmermehr.ch/wp-content/uploads/notamina.jpeg" alt="" width="300" height="169" />Oft wird über die Qualität der neusten Anime-Season gelästert und bedauert, dass immer nur der gleiche Quatsch zum millionsten Mal durchgekaut wird und einfach keine guten Serien mehr produziert werden. Während ich stark bezweifle dass dies grundsätzlich zutrifft und glaube, wir haben nur alle schlechten Serien aus alten Zeiten schon lange wieder vergessen &#8211; oder diese gar nie zu sehen bekommen.</p>
<p>Dabei gibt es genug Beispiele für die immer noch aktive Innovationskraft der japanischen Anime-Industrie. Eines davon ist der Sendeblock <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Noitamina">NoitaminA</a> (AnimatioN &#8211; rückwärts geschrieben) auf Fuji TV, der seit 2005 Animes für ein etwas älteres weibliches Publikum ausstrahlt und für viele Highlights der letzten Jahre verantwortlich ist, so zum Beispiel:</p>
<ul>
<li>Honey And Clover (2005/2006)</li>
<li>Paradise Kiss (2005)</li>
<li>Jyu Oh Sei (2006)</li>
<li>Hataraki Man (2006)</li>
<li>Nodame Cantablie (2007/2008/2010)</li>
<li>Mononoke (2007)</li>
<li>Library Wars (2008)</li>
<li>Eden of the East (2009)</li>
<li>Trepeze (2009)</li>
<li>Tatami Galaxy (2010)</li>
<li>House of Five Leaves (2010)</li>
</ul>
<p>(NoitaminA spezialisiert sich auch auf Shoujo-Horror-Anime, was nicht so mein Ding ist).</p>
<p>Und da erreicht uns die  freudige Neuigkeit, dass NoitaminA seine Sendezeit verdoppelt! Pro Season können wir uns also nicht nur über eine, sondern gleich über zwei Serien aus diesem erfrischenden Sendeblock freuen. Das Doppelpack ist auch schon diese Season äusserst stark mit <em>Tatami Galaxy</em> und <em>House of Five Leaves</em> gestartet.</p>
<p>Dass da was dran ist hat in Amerika auch FUNimation und in Frankreich Kaze gewittert und gleich den ganzen Sendeblock für einen Simulcast (mit Japan gleichzeitige Online-Ausstrahlung) gebucht. Ich hoffe schwer, dass die Serien auch im Westen ein Publikum finden und die Simulcasts ein Erfolg werden.</p>
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		<title>Yojō-Han Shinwa Taikei von Masaaki Yuasa</title>
		<link>http://nimmermehr.ch/2010/03/yojo-han-shinwa-taikei/</link>
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		<pubDate>Wed, 31 Mar 2010 13:20:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Adrian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Anime]]></category>
		<category><![CDATA[Knapp]]></category>

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		<description><![CDATA[Masaaki Yuasa (Mindgame, Kemonozume, Kaiba) macht im April für den erstklassigen Sendeblock Noitamina auf Fuji TV eine neue Serie! Yojō-Han Shinwa Taikei (The Tatami Galaxy) ist ihr Titel und handelt von einem mittelmässigem Uni-Student, die Wahl des Klubs beim Uni-Eintritt und wie diese alles verändert. Oder wie es die Homepage ausdrückt: «Es ist eine Anthologie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Masaaki Yuasa</strong> (Mindgame, Kemonozume, Kaiba) macht im April für den erstklassigen Sendeblock <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Noitamina">Noitamina</a> auf Fuji TV eine neue Serie!</p>
<p><a href="http://yojouhan.noitamina.tv/sp_movie.html">Yojō-Han Shinwa Taikei</a> (The Tatami Galaxy) ist ihr Titel und handelt von einem mittelmässigem Uni-Student, die Wahl des Klubs beim Uni-Eintritt und wie diese alles verändert. Oder wie es die Homepage ausdrückt: «<em>Es ist eine Anthologie des Paranormalen, welche die parallelen Welten der Jugend auf der Suche nach Liebe und Glück in einer unsicheren Zukunft offen legt.</em>» Das wunderbare Charakter-Design stammt von Yūsuke Nakamura, der einigen vielleicht von den Plattencovern der Asian Kung-Fu Generation bekannt ist.</p>
<p>Ein <a href="http://yojouhan.noitamina.tv/sp_movie.html">zweiter Trailer</a> ist auf der offiziellen Homepage aufgeschaltet worden und verbreitet bei mir richtig Vorfreude:</p>
<!-- degradable html5 audio and video plugin --><div class="video_wrap html5video"><div style="display:none;"><object width="512" height="288" type="application/x-shockwave-flash" data="http://nimmermehr.ch/wp-content/plugins/degradable-html5-audio-and-video/incl/videoplayer.swf?file=/wp-content/uploads/yojouhan_trailer2.flv" id="f-html5video-0"><param name="movie" value="http://nimmermehr.ch/wp-content/plugins/degradable-html5-audio-and-video/incl/videoplayer.swf?file=/wp-content/uploads/yojouhan_trailer2.flv" /></object></div><video width="512" height="288" controls poster="/wp-content/uploads/yojouhan_trailer2.jpg" id="html5video-0" class="html5video"><source src="/wp-content/uploads/yojouhan_trailer2.m4v" type="video/mp4" /><object width="512" height="288" type="application/x-shockwave-flash" data="http://nimmermehr.ch/wp-content/plugins/degradable-html5-audio-and-video/incl/videoplayer.swf?file=/wp-content/uploads/yojouhan_trailer2.flv" id="f-html5video-0"><param name="movie" value="http://nimmermehr.ch/wp-content/plugins/degradable-html5-audio-and-video/incl/videoplayer.swf?file=/wp-content/uploads/yojouhan_trailer2.flv" /><p>Could not use HTML&nbsp;5 or <em>Flash</em> for playback. You can download the file as <a href="/wp-content/uploads/yojouhan_trailer2.m4v">MPEG4/H.264</a> or <a href="/wp-content/uploads/yojouhan_trailer2">Ogg Theora</a> file.</p></object></video></div><script type="text/javascript">if (jQuery.browser.mozilla) {tempvid=document.getElementsByTagName("video")[0]; jQuery(tempvid).remove(); jQuery("div.video_wrap div").show()} else jQuery("div.video_wrap div object").remove();</script>
<p><em>Update: Der Trailer ist wieder online und einige weitere Details zur Serie.</em></p>
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		<title>Das Kino von Nagisa Oshima</title>
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		<pubDate>Sun, 14 Feb 2010 12:30:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Adrian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Japan]]></category>

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		<description><![CDATA[Nagisa Oshima ist die führende Figur des &#8220;Neuen Japanischen Kinos&#8221; der 1960er und 70er Jahre und war massgeblich daran beteiligt, das Japanische Kino aus den starren Strukturen der Studios zu lösen und zu erneuern. So hat er sich schon früh mit seinem Studio zerstritten, sich unabhängig gemacht und war an praktisch allen seinen Filmen auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="mt-image-left" style="float: left; margin: 0pt 20px 20px 0pt;" src="http://nimmermehr.ch/2010/02/14/oshima_1.jpeg" alt="oshima_1.jpeg" width="300" height="500" />Nagisa Oshima ist die führende Figur des &#8220;Neuen Japanischen Kinos&#8221; der 1960er und 70er Jahre und war massgeblich daran beteiligt, das Japanische Kino aus den starren Strukturen der Studios zu lösen und zu erneuern. So hat er sich schon früh mit seinem Studio zerstritten, sich unabhängig gemacht und war an praktisch allen seinen Filmen auch als Produzent beteiligt. Später musste er für die Produktion sogar auf ausländische Hilfe zurückgreifen, da für die Themen seiner Filme in Japan nur schwer Geld zu beschaffen war.</p>
<p>Dank einer Retrospektive seiner Werke, die im Moment auf einer Tour um die Welt ist und im Filmpodium einen Zwischenstopp einlegte, konnte ich eine ganze Reihe seiner Filme aus allen seinen Schaffensperioden bewundern. Insgesamt habe ich es geschafft, acht seiner Filme zu sehen, und war jedes Mal beeindruckt: Oshimas Filme sind schön gefilmt, musikalisch erstklassig unterlegt, behandeln aber vor allem brisante Themen auf eine unübertroffene differenzierte, scharfe und menschliche Weise.</p>
<p><span id="more-225"></span><br />
Geboren 1932 in Kyoto studierte Oshima Rechtswissenschaften, fand nach abgeschlossenem Studium aber keine Stelle, da er sich während dem Studium in linken Studentenbewegungen engagiert hatte. So bekam er eher zufällig eine Stelle als Regieassistent bei Schochiku und konnte 1959, mit 27 Jahren, das erste Mal Regie führen.</p>
<p>Oshimas Handschrift und Genius liegt im seinen scharfen Blick für Menschen und Personen sowie seinem Interesse für grundsätzliche und brisante Themen. Anstatt diese auf einer theoretischen Ebene sachlich abzuhandeln, wie man es sich von westlichen Filmen eher gewöhnt ist, behandelt er seine Themen immer exemplarisch durch Menschen, die seinen Filmen durch ihren Facettenreichtum eine unglaubliche Kraft geben.</p>
<p><img class="mt-image-none" style="font-size: 19.5px; line-height: 23.15px;" src="http://nimmermehr.ch/2010/02/14/oshima_4.png" alt="oshima_4.png" /><br style="font-size: 19.5px; line-height: 23.15px;" /><span class="imagecaption">Oshima während den Dreharbeiten zu Empire of the Passions.</span></p>
<p>So reichen die Themen seiner Filme von Rasissmus (The Catch) über Kindesmisshandlung (The Boy), sinnentleerten Zeremonien (The Ceremony), der zerstörerischen Kraft von Leidenschaft (In the Empire of the Senses), wer Recht hat im Krieg (Merry Christmas Mr Lawrence) zu der Unmöglichkeit auch in den starrsten Strukturen Gefühle zu unterdrücken (Tabu).</p>
<p>Oshima macht es sich dabei niemals einfach. In seinen Filmen gibt es keine Unterscheidung zwischen guten und schlechten Menschen. Vielmehr zeigt er seine Figuren als getrieben durch ihre Vergangenheit und Hoffnungen &#8211; gefangen in sozialen und gesellschaftlichen Strukturen. Gerade der Kontrast zwischen dieser menschlichen Bodenständigkeit und den spektakulären Themen, die er aufgreift, macht die Faszination seiner Filme aus. Sie sind weder reisserisch noch pathetisch, schauen aber in die Abgründe der Menschheit und vergessen dabei nie, dem Guten sowie dem Bösen, dem Schönen sowie dem Hässlichen seinen Raum zu geben.</p>
<p><img class="mt-image-none" style="font-size: 19.5px; line-height: 23.15px;" src="http://nimmermehr.ch/2010/02/14/oshima_3.jpeg" alt="oshima_3.jpeg" /><br style="font-size: 19.5px; line-height: 23.15px;" /><span class="imagecaption">David Bowie in Merry Christmas Mr Lawrence.</span></p>
<p>Wobei seine Filme aber keineswegs einfach zu schauen sind. Nicht nur wegen der Thematik, die sich oft nicht für einen gemütlichen Filmabend eignen, sondern auch weil er den Zuschauer niemals bevormundet und ihm die Antworten nicht vorgeschnitten serviert. Zwar lässt sich Oshima viel Zeit in seinen Filmen für viele kleine Gesten und Momente, doch lässt er oft gerne vieles in der Schwebe oder nur angeschnitten. Seine Filme erzählen mehr als nur genug um selber den Schlussstrich ziehen zu können, doch wird dieser von Oshima meist nur angedeutet und ist offen für viel Interpretation. Oshimas Filme müssen geschaut werden &#8211; im eigentlichen Sinn des Wortes &#8211; sonst verpasst man schnell die feine Handlung seiner Filme.</p>
<p>Wobei es Oshima kaum darum geht, seine Filme möglichst anspruchsvoll zu machen. Vielmehr stellt Oshima seine Figuren und Gedanken in filmischer Form aus, anstatt mit seinen Filmen eine klare Absicht zu verfolgen. Wo er Dinge auslässt, liegt das mehr daran, dass er sich im Rahmen des Filmes dafür nicht interessierte oder für ihn die Antwort auch nicht gegeben war.</p>
<p><img class="mt-image-none" style="font-size: 19.5px; line-height: 23.15px;" src="http://nimmermehr.ch/2010/02/14/oshima_2.jpeg" alt="oshima_2.jpeg" /><br style="font-size: 19.5px; line-height: 23.15px;" /><span class="imagecaption">Szene aus The Boy.</span></p>
<p>Viele Leute scheinen seine Filme aber klar zu überfordern, anders kann ich mir zumindest die konstante Unterbewertung seiner Filme auf IMDB und etlichen Kommentare, die von Langeweile und Unverständnis zeugen, nicht erklären.</p>
<p>1996 erlitt Oshima einen ersten Hirnschlag und musste seinen letzten Film im Rollstuhl und mit der Hilfe seines Sohnes drehen. Seither hat er noch zwei weitere Hirnschläge erlitten, was weitere Filme sehr unwahrscheinlich macht.</p>
<p>Für mich war die Retrospektive im Filmpodium aber eine Offenbarung. Schon etliche Jahre bin ich treuer Besucher ihrer Programme (oft auch von japanischen Regisseuren) und noch keines hat mich so durchwegs überzeugt wie die Filme von Oshima. Schade, ist sie nun schon vorbei, schade, dass ich nicht alle 15 Filme sehen konnte, schade, dass sich das Filmpodium 12 weitere Filme von Oshima wegen den horrenden Preisvorstellungen der Japaner nicht leisten konnte, und schade, dass sein Werk nur begrenzt auf DVD erhältlich ist. Hoffentlich kann die Retrospektive hier etwas ändern.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Annecy 2008, Teil III</title>
		<link>http://nimmermehr.ch/2009/08/annecy-2008-teil-iii/</link>
		<comments>http://nimmermehr.ch/2009/08/annecy-2008-teil-iii/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 26 Aug 2009 20:59:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Adrian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Anime]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>

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		<description><![CDATA[
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"><img alt="" src="http://nimmermehr.ch/2009/08/27/Piano_no_Mori.jpg" class="mt-image-left" style="margin: 0pt 20px 20px 0pt; float: left;" height="423" width="300" /></span>Und dabei wollte ich mich kurz fassen und die Annecy-Reviews schnell abschliessen. Nun gut, diesmal nehme ich es mir zu Herzen und bringe es hinter mich&#8230;</p>
<p><a href="http://nimmermehr.ch/2008/06/annecy-2008-einleitung.html">Einleitung zum Festival</a></p>
<p>Den Abschluss bildeten zwei mittelmässige 3D-Animationsfilme und ein interessanter Anime.</p>
<p>Die drei Filme sind:
<ul>
<li>Chasseurs de dragons</li>
<li>Appleseed: Ex Machina</li>
<li>Piano no Mori</li>
</ul>
<p><span id="more-217"></span><br />
<b>Chasseurs de dragons<br /></b>Regie: Guillaume Ivernel, Arthur Qwak<br />Produktion: Frankreich, Deutschland, Luxemburg<br /><a href="http://www.dragonhunters-themovie.com/">http://www.dragonhunters-themovie.com/</a> &#8211; <a href="http://www.imdb.com/title/tt0944834/">IMDB</a> &#8211; <a href="http://www.dragonhunters-themovie.com/">Trailer</a></p>
<p><span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"><img alt="" src="http://nimmermehr.ch/2009/08/27/chasseurs_de_dragons_1.jpg" class="mt-image-none" style="" height="306" width="590" /></span></p>
<p>Basierend auf einer französischen Trickfilm-Serie, bietet Chasseurs de Dragons primär visuell einiges zu bieten, während die Geschichte und der Humor etwas zu wünschen übrig lassen.</p>
<p><b>Appleseed: Ex Machina</b><br />Regie: Shinji Aramaki<br />Produktion: Japan<br /><a href="http://www.warnervideo.com/appleseed/">http://www.warnervideo.com/appleseed/</a> &#8211; <a href="http://www.imdb.com/title/tt1043842/">IMDB</a> &#8211; <a href="http://www.warnervideo.com/appleseed/">Trailer</a></p>
<p>Ich bin absolut kein Fan von Masamue Shirow. Mir ist sein Hang zu überkomplexe Welten ein Gräuel. Wenn mehr als 30% einer Geschichte für langwierige und schlussendlich überflüssige politische und technische Erklärungen aufgewendet werden, verliere ich unmittelbar das Interesse.</p>
<p>Wertschätzen kann ich Shirow nur, wenn die Details von jemand Anderem verdaut und zum Beispiel in der Form eines Anime ausgeschieden werden. So geschehen bei Oshii&#8217;s Ghost in the Shell aber auch bei den Appleseed 3D-Animations-Filmen.</p>
<p><span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"><img alt="" src="http://nimmermehr.ch/2009/08/27/appleseed_ex_machina_2.jpg" class="mt-image-none" style="" height="331" width="590" /></span></p>
<p>Appleseed: Ex Machina ist ein solider Action-Thriller mit der üblichen schmerzhaften Dosis Schmalz und Drama aber auch mit genug Action, um den Schmalz ignorieren zu können. Die 3D-Animation ist ganz in Ordnung und die Action spektakulär inszeniert.</p>
<p><b>Piano no Mori</b><br />Regie: Masayuki Kojima<br />Produktion: Japan<br /><a href="http://www.piano-movie.jp/">http://www.piano-movie.jp/</a> &#8211; <a href="http://www.imdb.com/title/tt1119194/">IMDB</a> &#8211; <a href="http://www.youtube.com/watch?v=LouXUmNDd4c">Trailer</a></p>
<p>Masayuki Kojima (Magical Shopping District Abenobashi, Master Keaton, Monster) inszeniert einen bodenständigen aber in den Details überraschenden Anime für ein jüngeres Publikum.</p>
<p><span>Amamiya Shu spielt auf Geheiss seiner Mutter schon seit jungen Jahren Klavier und hat sein durchschnittliches Talent mit viel Fleiss und guter Technik kompensiert. Für eine Weile wechselt er zu einer Schule in einer Kleinstadt auf dem Land. Dort trifft er </span><span>Ichinose Kai, der als einziger ein verrostetes Piano im nahen Wald spielen kann und ein grosses Talent als Pianist offenbart.</p>
<p></span><span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"><img alt="" src="http://nimmermehr.ch/2009/08/27/Piano_no_Mori_1.jpg" class="mt-image-none" style="" height="330" width="590" /></span><br /><span><br />Die Geschichte drängt geradezu auf eine Rivalität zwischen Shu und Kai aber es passiert das Gegenteil: Shu ist nicht neidisch auf Kai für sein Talent sondern freut sich vielmehr, einen gleichaltrigen Freund gefunden zu haben, mit dem die Welt des Klaviers teilen kann. Das Klavierspielen wird vielmehr zur Verbindung der beiden über ihre äussert unterschiedlichen Hintergründe hinweg.<br /></span><span><br />Shu&#8217;s Reaktion ist nicht das einzige ungewohnte Element der Geschichte: Das Schulleben wird auch als hart und handgreiflich gezeigt, anstatt nur romantisiert zu werden. Die Lehrer bekommen nicht den üblichen absoluten Respekt, wie er oft in Anime exemplarisch vorgelebt wird. Und die Darstellung von Kai&#8217;s Mutter als Prostituierte und fürsorgliche Mutter ist für Anime-Verhältnisse schon sehr gewagt.</p>
<p></span><span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"><img alt="" src="http://nimmermehr.ch/2009/08/27/Piano_no_Mori_2.jpg" class="mt-image-none" style="" height="330" width="590" /></span><br /><span><br />Im Grunde ist die Geschichte nicht äusserst interessant aber die unkonventionelle Art, wie sie erzählt wird, macht aus Piano no Mori ein unterhaltsamer Film mit liebenswerten Charakteren.</span> </p>
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		<title>Nobuhiro Yamashita und das Leben auf dem Land</title>
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		<pubDate>Mon, 17 Aug 2009 22:35:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Adrian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Japan]]></category>

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		<description><![CDATA[Japanische Doramas sind das pure Gegenteil von Subtilität: Die Schauspieler spielen übertrieben, die Charaktere sind überzeichnet und folgen typischen Mustern, die Geschichten sind einfach gestrickt, kauen die immer gleichen Wertvorstellungen durch und sind einfach zu durchschauen. Doramas sind anspruchslose Abendunterhaltung, die auch mit halber Aufmerksamkeit verfolgt werden können. Die Filme von Nobuhiro Yamashita funktionieren dabei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"><img class="mt-image-left" style="margin: 0pt 20px 80px 0pt; float: left;" src="http://nimmermehr.ch/2009/08/18/matsuganefvi5.jpg" alt="" width="300" height="410" /></span>Japanische Doramas sind das pure Gegenteil von Subtilität: Die Schauspieler spielen übertrieben, die Charaktere sind überzeichnet und folgen typischen Mustern, die Geschichten sind einfach gestrickt, kauen die immer gleichen Wertvorstellungen durch und sind einfach zu durchschauen. Doramas sind anspruchslose Abendunterhaltung, die auch mit halber Aufmerksamkeit verfolgt werden können.</p>
<p>Die Filme von Nobuhiro Yamashita funktionieren dabei ganz anders. Er besitzt ein grosses Talent, die Charaktere und die Geschichte für sich reden zu lassen. Der Zuschauer wird dabei nicht als kleinster gemeinsamer Nenner verstanden, dem die Handlung ABSOLUT KLAR aufgetischt werden muss, sondern als aktiver Teilnehmer am Film, der genug aufmerksam ist, um auch subtile Gesten zu erkennen und zu deuten. Yamashita&#8217;s Filme erzählen subtil und so gekonnt wie raffiniert. Es ist eine Freude, den Tanz der Handlung und der Charaktere zu beobachten und zu sehen, wie mit feinen Gesten ein Bild konstruiert wird, dass oft nur schlecht in Worte gefasst werden könnte aber dabei viele überraschend scharfe Details zeichnet.</p>
<p><span id="more-223"></span><br />
Bekannt wurde Yamashita durch seinen Film <a href="http://www.imdb.com/title/tt0468795/">Linda, Linda, Linda</a> (2005), der drei Schülerinnen porträtiert, die kurzfristig mit einer koreanischen Austauschschülerin einige Songs für ihr Schulfestival einstudieren müssen. Der Film wurde prominent in <a href="http://www.animenewsnetwork.com/encyclopedia/anime.php?id=6430">The Melancholy of Haruhi Suzumiya</a> zitiert und dürfte auch <a href="http://www.animenewsnetwork.com/encyclopedia/anime.php?id=10562">K-On!</a> massgeblich beeinflusst haben.<br />
<br style="font-size: 19.5px; line-height: 23.15px;" />Hier geht es aber nicht um <em>Linda, Linda, Linda</em>, sondern um die zwei darauf folgenden Filme, die Yamashita seither gedreht hat. Während beide Filme vom Leben auf dem Land erzählen, könnten sie unterschiedlicher kaum nicht sein: Währen <a href="http://www.imdb.com/title/tt0956191/">Matsugane Potshot Affair</a> das Landleben als korrupt und unfähig schildert, ist <a href="http://www.imdb.com/title/tt0997184/">A Gentle Breeze in the Village</a> eine Lobeshymne auf das Bescheidenheit des selben.<br style="font-size: 19.5px; line-height: 23.15px;" /><br />
…</p>
<p><span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"><img class="mt-image-none" src="http://nimmermehr.ch/2009/08/18/matsu1.png" alt="" width="590" height="317" /></span><br />
<span class="imagecaption">Nein, die Leiche ist noch nicht tot.</span></p>
<p><em>Matsugane Potshot Affair</em> (2006) ist eine Geschichte des Landlebens voller unfähiger Landbewohner, die sich ungeschickt durchs Leben schlagen und dabei möglichst versuchen, allen Problemen aus dem Weg zu gehen. So wird eine angefahrene Frau verfrüht als tot befunden, ein Gangsterpärchen muss einsehen, dass geklautes Gold nicht einfach auf eine Bank gebracht werden kann, ein geistig behindertes Mädchen wird von ihrer Mutter prostituiert und als sie schwanger wird, könnte das halbe Dorf der Vater des Kindes sein.</p>
<p>Nach dem sehr friedliebenden Film <em>Linda, Linda, Linda</em>, zieht hier Yamashita alle Register des schwarzen Humors und lässt die Bewohner blind und ungeschickt von einem Fettnapf in den nächsten treten. Alles wird tendenziell nur immer schlimmer und alle geben sie die grösste Mühe, sich nur nicht mit den drängenden Problemen befassen zu müssen.</p>
<p><span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"><img class="mt-image-none" src="http://nimmermehr.ch/2009/08/18/matsu2.png" alt="" width="590" height="317" /></span><br />
<span class="imagecaption">Imaginäre Ratten im Dach?</span></p>
<p>Der trockene und böse Humor wird dabei wunderbar von Yamashita&#8217;s Erzählstil unterstützt, der wiederum nicht auf den gängigen Slapstick vieler japanischen Komödien zurückgreift, sondern die Bewohner vielmehr als glaubhafte Menschen zeigt. Man kann sich mit dem ungeschickten Verhalten der Leute identifizieren, und das macht den trockenen Humor umso bissiger und unterhaltsamer. Die Figuren sind nicht einfach nur Lachnummern, sondern haben alle auch eine überraschende gute Seite, die manchmal unter ihrer dicken Schicht Unfähigkeit hervorschimmert.</p>
<p>…</p>
<p><span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"><img class="mt-image-none" src="http://nimmermehr.ch/2009/08/18/tennen1.png" alt="" width="590" height="314" /></span><br />
<span class="imagecaption">Idyllisches Landleben&#8230;</span></p>
<p><em>A Gentle Breeze in the Village</em> is Yamashita&#8217;s letzter Film von 2007 und erzählt das Leben in einer kleinen Schule irgendwo im ländlichen Japan. Diese hat gerade mal eine handvoll Schüler, weshalb der Unterricht über mehrere Jahrgänge in einer einzigen Klasse gegeben wird und die Schüler sich mehr als Familie anstatt als Schulklasse fühlen. Das ruhige Leben wird etwas aufgewirbelt, als eine ausgerissene Tochter mit ihrem Sohn in das Dorf zurück kehrt, nachdem sie ihr Mann in Tokio sitzen gelassen hat.</p>
<p>Als möchte Yamashita die Landleute nach <em>Matsugane Potshot Affair</em> wieder rehabilitieren, geht es in <em>A Gentle Breeze in the Village</em> um die Langsamkeit, Bescheidenheit und Familiarität des Lebens auf dem Land. Der Film ist ruhig erzählt und zeigt viele kleine Alltäglichkeiten, welche das Landleben umreissen. Durch die Mutter und ihr Sohn, die von Tokio zurückkehren und etwas Modernität aufs Land mitbringen, sowie einem kleinen Klassenausflug nach Tokio wird dazu der Kontrast zwischen Stadt und Land thematisiert.</p>
<p><span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"><img class="mt-image-none" src="http://nimmermehr.ch/2009/08/18/tennen2.png" alt="" width="590" height="314" /></span><br />
<span class="imagecaption">Hühnerstall ausmisten gehört zum Lehrplan.</span></p>
<p>Auch in diesem Film spielen feine Kontraste eine wichtige Rolle. Das Landleben wird nicht blauäugig als Paradies geschildert, sondern mehr als einfacheres aber nicht unbedingt besseres Leben als in der Stadt. Während die guten Seiten im Fokus des Filmes liegen, schweben die Abgründe immer gerade ausserhalb des Sichtfeldes. So wird zum Beispiel eine Affäre des Vaters der Protagonistin angedeutet und die Unsicherheit der Schülerin gezeigt, die sich zum ersten Mal bewusst wird, dass ihre Eltern nicht ein perfekt harmonisches Paar sein könnten. Das ganze wird dabei aber nicht lange ausgebreitet, sondern vielmehr in wenigen Einstellungen umrissen, bevor es im trägen Alltagstrott wieder untergeht.</p>
<p>…</p>
<p>Gerade im Vergleich dieser zwei Filme so unterschiedlicher Genres, sticht Yamashita&#8217;s Stil ins Auge und zeigt, wie perfekt er Subtilität beherrscht. Ich kann die drei hier erwähnten Filme allen wärmstens empfehlen, die gerne clever erzählte und subtile Filme sehen!</p>
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		<title>Nicht &#8220;Animation&#8221; mit &#8220;Animation&#8221; verwechseln</title>
		<link>http://nimmermehr.ch/2009/05/nicht-animation-mit-animation/</link>
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		<pubDate>Fri, 15 May 2009 12:35:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Adrian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Anime]]></category>

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		<description><![CDATA[In diesem Blog habe ich schon über Animation geschrieben und das Thema lässt mich nicht mehr los. Angespornt von Benjamin Ettingers Blog, in dem er seine Leidenschaft so gut aber auch so knapp als &#8220;Animation, die Spass macht&#8221; zusammen gefasst hat. Das wirft dann aber auch schon Licht auf die Schwierigkeit des Themas: Was ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"><img class="mt-image-left" style="margin: 0pt 20px 20px 0pt; float: left;" src="http://nimmermehr.ch/2009/05/15/birdy_5.jpg" alt="" width="300" height="500" /></span>In diesem Blog habe ich schon über Animation geschrieben und das Thema lässt mich nicht mehr los. Angespornt von <a href="http://www.pelleas.net/aniTOP/">Benjamin Ettingers Blog</a>, in dem er seine Leidenschaft so gut aber auch so knapp als &#8220;Animation, die Spass macht&#8221; zusammen gefasst hat.</p>
<p>Das wirft dann aber auch schon Licht auf die Schwierigkeit des Themas: Was ist überhaupt Animation und was ist gute Animation?</p>
<p>Viele Leute vermischen schon bei der ersten Frage unterschiedliche Sachen, vor allem im Englischen, wo der Begriff &#8220;animation&#8221; (die Animation) auch für das Genre verwendet werden kann: &#8220;animation&#8221; (der Animationsfilm). So wird oft von schlechter Animation gesprochen, doch die Animation an sich ist dabei gar nicht gemeint.</p>
<p><span id="more-219"></span><br />
Es gibt verschiedene Gesichtspunkte, welche für den Eindruck eines Animationsfilmes wichtig sein können:</p>
<ul>
<li>Animation</li>
<li>Zeichnung</li>
<li>Inszenierung</li>
<li>Ton</li>
<li>Plot</li>
</ul>
<p>Während Ton und Plot klar als eigenständig angesehen werden, so wird die Unterscheidung zwischen Animation und Zeichnung und manchmal auch Inszenierung gerne vermischt. Dabei sind aber gerade Zeichnung und Animation zwei klar getrennte Aspekte. So kann zum Beispiel ein krakeliges Strichmännchen erstklassig animiert sein oder aber eine erstklassige Zeichnung langweilig animiert.</p>
<p>Wobei gerade diese Differenz oft zu beobachten ist und wahrscheinlich ein Widerspruch darstellt: Aufwendige Zeichnungen sind nur spärlich animiert, während einfache und vielleicht sogar krakelige Zeichnungen dem Animator mehr Raum lassen, eine spannende Animation zu erstellen.</p>
<p>Aktuelles Beispiel ist in diesem Fall die siebte Episode von Tetsuwan Birdy Decode 2, von der im Internet einzelne Standbilder mit <a href="http://www.sankakucomplex.com/2009/02/21/tetsuwan-birdy-decode-2-supreme-quality-attained/">abschätzigen Kommentaren</a> kursiert sind.</p>
<p><span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"><img class="mt-image-none" src="http://nimmermehr.ch/2009/05/15/birdy_4.jpg" alt="" width="590" height="331" /></span><br />
<span class="imagecaption">Stein des Anstosses: Eine Sequenz aus Birdy the Mighty Decode 2</span></p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="560" height="340" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/0vi-GRL7qPs&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;rel=0" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="560" height="340" src="http://www.youtube.com/v/0vi-GRL7qPs&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;rel=0" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Dabei wird mehrmals von &#8220;animation quality&#8221; gesprochen, wobei, entweder aus Unwissen oder mangelnder Sensibilität, die Zeichnungen gemeint sind. Sicher, die einzelnen Zeichnungen sind schnell hingeworfen und stehen im starken Kontrast zu den aufwendigeren Zeichnungen, die im Rest der Serie verwendet werden. Es kann aber in keiner Weise von schlechter Animation gesprochen werden, denn diese ist in den entsprechenden Sequenzen alles andere als schlecht.</p>
<p>Ein klares Indiz dafür ist auch die Wichtigkeit dieser Episode, sie ist ein Höhepunkt in der zweiten Season und eine Schlüsselsequenz für die ganze Serie. Gespart wird in unbedeutenden Füller-Episoden aber nicht an so zentraler Stelle (z.B. die darauf folgende Episode &#8211; die ist viel schlechter animiert). Vielmehr haben sich die Produzenten offensichtlich dazu entschlossen, die Sequenzen talentierten Animatoren in die Hände zu geben und anstatt auf die Qualität der einzelnen Zeichnungen auf die Qualität der Animation zu setzen. Gerade in einer Action-Sequenz mit viel Bewegung eine nahe liegende Entscheidung.</p>
<p><span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"><img class="mt-image-none" src="http://nimmermehr.ch/2009/05/15/birdy_2.jpg" alt="" width="590" height="331" /></span><br />
<span class="imagecaption">Eine einfach gezeichnete Renn-Sequenz. Das Rennen ist im <a href="http://nimmermehr.ch/2008/01/28/shanna.gif">Gegensatz zu anderen Serien</a> immerhin richtig animiert.</span></p>
<p>Sicher hätten die Produztenten auch mit dem knappen Budget einer TV-Produktion zu kämpfen und mit entsprechenden Mitteln liesse sich die gleiche Sequenz auch mit aufwendigeren Zeichnungen realisieren. Wichtig ist hier aber der bewusste und mutige Entschluss, der Animation den Vorrang zu geben. Viele Serien versuchen zu verbissen einen einheitlichen Stil zu gewährleisten und verunmöglichen damit schon im Voraus bestimmte bewegungsreiche Sequenzen.</p>
<p>Mich persönlich stören unterschiedliche Stile in der gleichen Serie auch nicht und mir liegt es weniger an aufwendigen Zeichnungen als an gutem Timing und spannender Animation. Bei vielen Leuten scheint das aber genau umgekehrt zu sein: Abwechselnde Stile sind ihnen ein Gräuel und sie stören sich an jedem nicht perfekt gezeichnetem Einzelbild.</p>
<p>Da möchte ich dazu aufrufen, doch mehr auf die Animation zu achten! Ansonsten kann man  gleich ein Bilderbuch lesen&#8230;</p>
<div><span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"><img class="mt-image-none" src="http://nimmermehr.ch/2009/05/15/birdy_3.jpg" alt="" width="590" height="331" /></span></div>
<div class="imagecaption">So sieht die Serie etwa im rest der Episode aus.</div>
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		<item>
		<title>Dumm&#8217;d</title>
		<link>http://nimmermehr.ch/2009/02/dummd/</link>
		<comments>http://nimmermehr.ch/2009/02/dummd/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 21 Feb 2009 14:11:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Adrian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Anime]]></category>

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		<description><![CDATA[
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"><img alt="" src="http://nimmermehr.ch/2009/02/22/xamd_0.jpg" class="mt-image-left" style="margin: 0pt 20px 20px 0pt; float: left;" height="500" width="300" /></span><b>Bounen no </b><span style="font-weight: normal;"><span class="t_nihongo_romaji"><b>Zamudo</b> oder <b>Xam&#8217;d: Lost Memories</b> </span>ist die aktuellste Serie des Studio BONES, mit offensichtlich tatkräftiger Unterstützung von Sony</span>, um mit der Serie exklusiv über ihr PlayStation Network starten zu können. Es ist anzunehmen, dass die Serie in einigen Monaten auch auf japanischen Fernsehsendern zu sehen sein wird, doch im Moment kann man die Serie offiziell nur mit einer PS3 oder PSP sehen.</p>
<p>Dabei ist Xam&#8217;d auch klar für ein internationales Publikum produzierte Serie, welche in den USA (untertitelt) zwei Monate vor Japan gestartet ist. Zuerst war der Start in Japan noch später geplant, doch dann hat Sony mit einer längeren Pause in den USA die beiden Ausstrahlungen Kopf an Kopf gebracht, wahrscheinlich um in Japan eine Konkurrenz zu den illegalen Kopien der US-Version im Internet bieten zu können.
<div></div>
<p><span id="more-218"></span><br />
Akiyuki, Schüler auf der ländlichen Insel Sentan, wird durch einem Selbstmordanschlag zu einem Xam&#8217;d. Als Xam&#8217;d kann er sich in ein Monster verwandeln, lebt aber mit der ständigen Gefahr, sich in Stein zu verwandeln. Er wird von einer mysteriösen Unbekannten gerettet, landet auf dem Post-Luftschiff Zanbani und macht sich auf die Suche nach seiner Bestimmung.<br />Zur gleichen Zeit wird seine Heimatsinsel in den Krieg zwischen den Nord- und Süd-Staaten verwickelt und die Welt droht im Chaos zu versinken.</p>
<p><span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"><img alt="" src="http://nimmermehr.ch/2009/02/22/xamd_2.jpg" class="mt-image-none" style="" height="331" width="590" /></span></p>
<p>Auf den erstes Blick fällt vor allem die hohe Qualität der Produktion ins Auge. So aufwendige Hintergründe und Animation sieht man nicht oft in TV-Animes. Die Serie könnte man generell als eine Mischung aus Ghibli (Stil der Welt, Farben), Cowboy Bebop (Flugschiffe, Stimmung) und Evangelion (Esoterik, Rhetorik und Charaktere) zusammenfassen. Ich habe den Eindruck, als hätte man die im Westen erfolgreichsten Anime zusammen getragen und daraus eine neue Serie gebastelt.</p>
<p>Neben der Produktionsqualität bietet die Serie auch ansprechende Charaktere und einiges an Spannung und Action. Doch leider pflügt die Bedeutung oft so penetrant durch die Serie, dass mir fast die Ohren abfallen. Es scheint stellenweise, als sei es der Charakteren einziges Ziel, möglichst sinnschwer klingende aber inhaltlich leere Sätze zu schmieden.</p>
<p><span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"><img alt="" src="http://nimmermehr.ch/2009/02/22/xamd_3.jpg" class="mt-image-none" style="" height="330" width="590" /></span></p>
<p>Diese Tendenz geht Hand in Hand mit der monotheistisch-absoluten religiös-esoterischen Durchtränkung der Geschichte. Das Ende der Serie muss ich zuerst noch sehen aber bis zum aktuellen Punkt ist der treibende Faktor ein göttlicher Masterplan, der anscheinend die Welt vom drohenden Chaos des Krieges und dem zerstörerischen Hochmut der Menschen befreien soll.</p>
<p>Da gibt es die zurückgezogene religiöse Führerin, welche ihre Jünger zu Selbstmordanschlägen aussendet, um die Welt zu retten. Die eigentlich guten Kriegstreiber, die aber vom Krieg dazu genötigt werden, immer schlimmere Mittel zu heiligen. Der verrückte Wissenschaftler, der am &#8220;Verbotenen&#8221; forscht und damit die Welt bedroht. Und der unschuldige Jüngling, der sich zuerst selber finden muss und dann wahrscheinlich die Welt rettet. Die Geschichte hantiert ausgiebig mit Klischees und versucht sie mit viel vorgespielter Bedeutung zu kaschieren. Der Plot ist aber so dünn und leer, dass die Versuche zum kläglichen Scheitern verurteilt sind.</p>
<p><span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"><img alt="" src="http://nimmermehr.ch/2009/02/22/xamd_4.jpg" class="mt-image-none" style="" height="330" width="590" /></span></p>
<p>Xam&#8217;d: Lost Memories hätte einiges Potential, wenn er nicht Klischees und bedeutungsschwere Dialoge mit Story und Inhalt verwechseln würde. Solange man nicht über den Inhalt nachdenkt, kann man sich zwar gut unterhalten, nur leider ist das einfacher gesagt als getan, wenn sich die Serie immer wieder damit aufzudrängen versucht.
<div></div>
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		</item>
		<item>
		<title>Annecy 2008, Teil II</title>
		<link>http://nimmermehr.ch/2008/07/annecy-2008-teil-ii/</link>
		<comments>http://nimmermehr.ch/2008/07/annecy-2008-teil-ii/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 20 Jul 2008 13:17:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Adrian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Film]]></category>

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		<description><![CDATA[
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"><img alt="" src="http://nimmermehr.ch/2008/07/20/Idiots_and_Angels_Poster.jpg" class="mt-image-left" style="margin: 0pt 20px 20px 0pt; float: left;" height="452" width="300" /></span>Der zweite Tag in Annecy 2008. Diesmal keinen Reinfall und drei sehr abwechslungsreiche Filme</p>
<p><a href="http://nimmermehr.ch/2008/06/annecy-2008-einleitung.html">Einleitung zum Festival</a></p>
<p>Die drei Filme sind:
<ul>
<li>Peur(s) du Noir</li>
<li>Idiots &amp; Angels</li>
<li>Mia et le Migou</li>
</ul>
<p>Ein Schwarz/Weiss Projekt aus mehreren Kurzfilmen, der neuste Film von Bill Plympton und Miyazaki-inspirierter französischer Animationsfilm.<br /> <br />
<span id="more-216"></span><br />
<b>Peur(s) du Noir</b><br />Regie: Blutch, Marie Caillou, Pierre Di Sciullo, Jerry Kramski, Lorenzo Mattotti, Richard McGuire, Michel Pirus, Romain Slocombe<br />Produktion: Frankreich<br /><a href="http://www.fearsofthedark-themovie.com/">http://www.fearsofthedark-themovie.com/</a> &#8211; <a href="http://www.imdb.com/title/tt0792986/">IMDB</a> &#8211; <a href="http://www.primalinea.com/pdn/images/peursfa.htm">Trailer</a></p>
<p><span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"><img alt="" src="http://nimmermehr.ch/2008/07/20/blutch05.jpg" class="mt-image-none" style="" height="271" width="500" /></span></p>
<p>Peur(s) du Noir ist ein französisches Kollaborations-Projekt, in dem sich verschiedene in einander verwobene Kurzfilme mit der Angst vor der Dunkelheit und dem Unbekannten beschäftigen. Die Filme sind komplett in Schwarz/Weiss gehalten, unterscheiden sich aber stilistisch stark von einander.</p>
<p><span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"><img alt="" src="http://nimmermehr.ch/2008/07/20/disciullo01.jpg" class="mt-image-none" style="" height="271" width="500" /></span></p>
<p>Der Film besteht aus vier längeren Geschichten und zwei Elemente, mit denen die Filme verwoben werden. Da ist zum eine zwielichtige Gestalt, die mit einer Schar von scharfen Hunden an der Leine durchs Land zieht und immer wieder einen Hund auf einen Mensch los lässt. Zum anderen gibt es immer wieder abstrakte Zwischensequenzen, die spannend sind aber leider etwas nach billiger Flash-Animation aussehen, die mit einer Frauenstimme unterlegt sind, welche von ihren Ängsten erzählt.</p>
<p><span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"><img alt="" src="http://nimmermehr.ch/2008/07/20/burns04.jpg" class="mt-image-none" style="" height="271" width="500" /></span></p>
<p>Die erste Geschichte ist eine Anspielung auf Horror-Filme der 50er und 60er und versucht auch visuell auf den Comicstil dieser Jahre anzuspielen. Das Segment ist komplett 3D-animiert, durch einen starken S/W-Kontrast wirken die Bilder aber flächig und comichaft. Die Geschichte funktioniert vor allem im Bezug auf alte Horrofilme, ist allein betrachtet aber nicht besonders interessant.</p>
<p><span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"><img alt="" src="http://nimmermehr.ch/2008/07/20/caillou05.jpg" class="mt-image-none" style="" height="271" width="500" /></span></p>
<p>Die zweite Geschichte inspiriert sich bei der japanischen Kultur und vermischt verschiedenste Einflüsse (Ijime, Samurai, japanische Geister etc) zu einem eher missglückten Mix, der wahrscheinlich nur funktioniert, wenn man nicht schon zu viele Anime gesehen hat.</p>
<p><span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"><img alt="" src="http://nimmermehr.ch/2008/07/20/mattotti07.jpg" class="mt-image-none" style="" height="271" width="500" /></span></p>
<p>Die dritte Geschichte erzählt von einem Angriff eines Monsters auf ein abgelegenes Dorf in Europa. Die Stimmung erschliesst sich vor allem durch die Zeichnungen und die Tatsache, dass vieles unklar gelassen wird.</p>
<p><span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"><img alt="" src="http://nimmermehr.ch/2008/07/20/mcguire09.jpg" class="mt-image-none" style="" height="271" width="500" /></span></p>
<p>Die vierte und letzte Geschichte ist dabei mit Abstand die stärkste. Ein Wanderer sucht in einem Wintersturm in einem alten Haus Zuflucht, das (vielleicht) vom Geist einer alten Witwe heimgesucht wird. Die Stärke liegt darin, dass mehr ausgelassen als gezeigt wird. Im Haus gibt es kein Licht und so ist meist im Bild nur ein kleiner Lichtfleck zu sehen. Der effektive Einsatz solcher Mittel und die visuelle Reduziertheit macht die letzte Geschichte einiges eindrücklicher als die Vorherigen.</p>
<p>Das Projekt ist mutig und gerade in der Vielfalt der Geschichten und Stile sehr spannend anzuschauen. Die Kombination und Verbindung der Geschichten funktioniert ebenfalls sehr gut. Es entsteht weniger der Eindruck von drei einzelnen getrennten Teilen als von drei integralen Bestandteilen.<br />Die Geschichten variieren auch stark in der Qualität. Wirklich gefallen hat mir nur die letzte aber der Besuch hat sich sicher gelohnt.</p>
<p><b></p>
<p>Iodiots &amp; Angels</b><br />Regie: Bill Plympton<br />Produktion: USA<br /><a href="http://www.idiotsandangels.com/">http://www.idiotsandangels.com/</a> &#8211; <a href="http://www.imdb.com/title/tt1013607/">IMDB</a> &#8211; <a href="http://www.idiotsandangels.com/videos">Trailer</a></p>
<p>Plymton ist wahrscheinlich der bekannteste unabhängige Animator von den USA. Er hat schon etliche Kurzfilme und mit Idiots &amp; Angels sechs Langspielfilme produziert. Er zeichnet dabei jedes Frame seiner Filme selber und ist damit angeblich der erste Animator, der das bei einem Langspielfilm geschafft hat.</p>
<p><span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"><img alt="" src="http://nimmermehr.ch/2008/07/20/Idiots_and_Angels_1.jpg" class="mt-image-none" style="" height="332" width="590" /></span></p>
<p>Erfolg hat er vor allem mit seinen Kurzfilmen, von denen 1987 Your Face und 2005 Guard Dog für den Oskar nominiert wurden. Seine Filme überzeugen vor allem durch ausgefallene Ideen und visuelle Experimente. Der Wechsel von Kurzfilmen zu Langspielfilmen ist ein grosser Sprung und so haben Plymtons erste Langspielern auch eine gute Geschichte und einen Roten Faden gefehlt. Mit jedem Langspielfilm hat er aber dazu gelernt. Idiots &amp; Angels fehlt es zwar immer noch etwas an Dramaturgie aber der Film ist schon viel weniger eine reine Aneinanderreihung von Ideen.</p>
<p><span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"><img alt="" src="http://nimmermehr.ch/2008/07/20/Idiots_and_Angels_2.jpg" class="mt-image-none" style="" height="332" width="590" /></span>&nbsp;</p>
<p>Ein depressiver und aggressiver Mann verbringt seine Tage in einer Bar am Trinken und versucht mit der Freundin des Barmanns etwas anzufangen. Doch dann wachsen im Engels-Flügel und er bekommt ungeahnte Kräfte. Die Flügel versuchen zwar ihn davor abzuhalten böses zu tun, doch er ist fest entschlossen, sie für sein Bestes auszunutzen.</p>
<p><span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"><img alt="" src="http://nimmermehr.ch/2008/07/20/Idiots_and_Angels_3.jpg" class="mt-image-none" style="" height="332" width="590" /></span></p>
<p>Was klar für den Film spricht ist die Tatsache, dass ich ihn gemocht und darauf auch über den Film nachgedacht habe, mir aber erst Tage später beim Lesen des Wikipedia-Eintrags aufgefallen ist, dass der Film gar keinen Dialog hat. Weder während noch nach dem Film ist mir aufgefallen, dass niemand je ein Wort spricht und das ist ein guter Beleg für die visuelle Fertigkeit von Bill Plymton.</p>
<p>Bei den guten Einfällen und deren kreativen visuellen Umsetzung liegt dann auch die stärke dieses Filmes. Die Ideen sind schräg und die Story etwas wirr aber es ist eine Freude, sich auf diese Welt einzulassen.</p>
<p><b>Mia et le Migou</b><br />Regie: Jacques-Remy Girerd<br />Produktion: Frankreich<br /><a href="http://www.primalinea.com/pdn/images/peursfa.htm">Folimage</a> &#8211; <a href="http://www.imdb.com/title/tt0792978/">IMDB</a> &#8211; <a href="http://rhone-alpes-auvergne.france3.fr/info/43986723-fr.php">TV-Sendung</a></p>
<p>Mia et Le Migou hat im Voraus vor allem durch seinen ansprechende visuelle Gestaltung viel Interesse geweckt. Die Inspiration bei Studio Ghibli und vor allem Miyazaki ist augenscheinlich, doch ist der Stil eigenständig genug um für sich zu stehen.</p>
<p><span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"><img alt="" src="http://nimmermehr.ch/2008/07/20/Mia_et_le_Migou_1.jpg" class="mt-image-none" style="" height="316" width="590" /></span></p>
<p>Mias Vater arbeitet auf einer Baustelle für ein Hotel, das an einem der letzten vom Menschen Unberührten Orten aufgestellt werden soll. Die Baustelle wird dabei immer wieder von Unbekannten sabotiert und eines Tages spürt Mia, dass ihrem Vater etwas zugestossen ist und sie macht sich auf die Reise zur Baustelle, um ihn zu finden.</p>
<p>Der Film überzeugt vor allem visuell durch einen schönen Stil und gute Einfälle. Die Story und die Charaktere sind dabei aber leider etwas platt ausgefallen. Die ökologische Botschaft wird immer wieder lobend betont, doch diese ist zu einseitig und abgelutscht um zu gefallen.</p>
<p><span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"><img alt="" src="http://nimmermehr.ch/2008/07/20/Mia_et_le_Migou_2.jpg" class="mt-image-none" style="" height="317" width="590" /></span></p>
<p>Gerade zwei Punkte sind mir dabei im Bezug zu Ghibli aufgefallen:
<ul>
<li>Die Öko-Botschaft wird verabsolutisiert. Während in Mononoke oder Totoro die Botschaft lokal begrenzt und nicht die ganze Welt bedroht, hängt in Mia et le Migou das Schicksal der Welt an einem einzigen Baum. In Mononoke ist der Tod des Waldgottes zwar ein Verlust aber auch Zeichen des Wandels zu einer Welt, in der die Menschen die Götter nicht mehr benötigen. In Mia et le Migou bedeutet der Tod des einen Baumes das Chaos für die ganze Welt.</li>
<li>Die Botschaft, dass man an sich glauben muss, um etwas zu erreichen, findet man in vielen Anime. Gerade in den Filmen von Miyazaki liegt die Betonung aber viel mehr auf dem Mut als auf dem Glauben. In Mia et le Migou wird dieser Glaube absolut überzeichnet, zum Punkt dass man mit blindem Glauben alles erreichen kann. An zwei Stellen stürzt sich Mia überrücks in einen Abgrund. Ihr starker Glaube an sich selber wird ihr dann schon irgendwie helfen. Mit dieser esoterischen Unterhöhlung ist dann auch die eigentliche Aussage ganz zerstört.</li>
</ul>
<p><span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"><img alt="" src="http://nimmermehr.ch/2008/07/20/Mia_et_le_Migou_3.jpg" class="mt-image-none" style="" height="317" width="590" /></span></p>
<p>Mia et le Migou ist ein schöner Film und ich habe es keineswegs bereut, ihn gesehen zu haben. Leider hat die Geschichte einige schwere Schwachstellen, welche das Vergnügen etwas trüben. </p>
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		<title>Annecy 2008, Teil I</title>
		<link>http://nimmermehr.ch/2008/06/annecy-2008-teil-i/</link>
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		<pubDate>Sun, 29 Jun 2008 22:45:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Adrian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Film]]></category>

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		<description><![CDATA[
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			<content:encoded><![CDATA[<p><span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"><img alt="" src="http://nimmermehr.ch/2008/06/29/waltz_with_bashir_poster.jpg" class="mt-image-left" style="margin: 0pt 20px 20px 0pt; float: left;" height="472" width="300" /></span>
<div>Die ersten drei Filme von Annecy 2008.</p>
<p><a href="http://nimmermehr.ch/2008/06/annecy-2008-einleitung.html">Einleitung zum Festival</a></p>
<p>Die drei Filme sind:
<ul>
<li>Waltz with Bashir</li>
<li>Nocturna</li>
<li>Agent Crush</li>
</ul>
<p>Ein durchmischter Start mit einem eindrücklichen Doku-Animationsfilm, einer schönen Geschichte der Nacht und einer dürftigen Agenten-Parodie mit Puppen.</div>
<p><span id="more-215"></span><br />
<b>Waltz With Bashir</b><br />Regie: Ari Folman<br />Produktion: Israel, Deutschland, Frankreich<br /><a href="http://waltzwithbashir.com/">http://waltzwithbashir.com/</a> &#8211; <a href="http://www.imdb.com/title/tt1185616/">IMDB</a> &#8211; <a href="http://waltzwithbashir.com/wwbtrailer.html">Trailer</a></p>
<p>Waltz with Bashir wird oft mit Persepolis verglichen, der Vergleich passt aber nur bedingt. Beides sind Animationsfilme, welche eine reale und autobiografische Thematik verhandeln, aber damit endet auch die Gemeinsamkeit. Persepolis ist eine nostalgische Erzählung über das Aufwachsen, Waltz With Bashir ist die Aufarbeitung eines Kriegsmassakers.</p>
<p>Ari Folman dokumentiert im Film die Aufarbeitung der der Zeit während des <a href="http://waltzwithbashir.com/">Libanonkriegs</a>, während der er mit den israelischen Truppen in Beirut stationiert war und das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Massaker_von_Sabra_und_Schatila">Massaker von Sabra und Schatila</a> miterlebt hat. Zu Beginn kann sich Ari überhaupt nicht mehr an seinen Einsatz erinnern und kann sich seine Erinnerungen nur durch Gespräche mit Kameraden aus seiner Truppe wieder erschliessen. Der Film schildert dabei eindrücklich die Absurdität der Realität von Krieg und arbeitet am Ende das Massaker auf. Thematisiert wird auch die Ungenauigkeit und Verfälschbarkeit der Erinnerungen. Das Fügt sich zu einem eindrücklichen, persönlichen aber auch distanzierten und sachlichen Bild von Krieg und den Ereignissen in Beirut am 16. September.</p>
<p><span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"><img alt="" src="http://nimmermehr.ch/2008/06/29/waltz_with_bashir.jpg" class="mt-image-none" style="" height="330" width="590" /></span></p>
<p>Visuell überzeugt der Film durch einen kontrastreichen und stimmungsvollen visuellen Stil, der an frankobelgische Comics erinnert. Die Hintergründe sowie die Charaktere sind sehr detailliert, aber nur von einem relativ kleinen Animationsteam erstellt. Dabei wurden 80% der 2&#8217;000 Illustrationen vom Artdirektor David Polonsky erstellt und dann per Computer die einzelnen Zwischenbilder generiert (wie man es z.B. vom Morphing oder Flash-Animationen kennt), damit die Animation flüssig wird. Das erlaubte es dem Team gegen Ende täglich durchschnittlich 1.5 Sekunden Filmmaterial zu generieren. An die Art der Animation muss man sich zuerst etwas gewöhnen aber ich denke sie hat das starke visuelle Auftreten des Filmes auch erst ermöglicht.</p>
<p><b>Nocturna</b><br />Regie: Adrià García und Víctor Maldonado<br />Produktion: Spanien <br /><a href="http://movies.filmax.com/nocturna/">http://movies.filmax.com/nocturna/</a> &#8211; <a href="http://www.imdb.com/title/tt0836682/">IMDB</a> &#8211; <a href="http://www.commeaucinema.com/bandes-annonces=73115.html">Trailer</a></p>
<p><span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"><img alt="" src="http://nimmermehr.ch/2008/06/29/nocturna_poster.jpg" class="mt-image-none" style="" height="376" width="300" /></span></p>
<p>Viele Filme beginnen mit einer guten Idee, bringen diese dann aber zu keinem befriedigendem Ende. Während die Ausgangslage unmittelbar aber dafür auch unkonkreter überzeugen muss, geht es beim Schluss um den dramatischen Aufbau und die logische sowie stimmige Auflösung der Geschichte. Vielleicht weil für den Verkauf eines Filmes die Anfangsidee wichtiger ist oder vielleicht auch weil ein gutes Ende zu schreiben schwierig ist, fehlt den Filmen mit guten Ideen meist am Ende der elegante Abschluss. Eventuell liegt es aber auch daran, dass solche Filme das Interesse wecken und die hohen Erwartungen nur selten dann auch einlösen können. Filme mit schlechten Start aber brilliatem Ende verpasst man vielleicht, weil iman hnen gar nie eine Chance gibt.</p>
<p>Tim lebt in einem Weisenhaus und kann am Abend nur einschlafen, wenn er die Sterne und besonders seinen eigenen Stern sehen kann. Eines Nachts verschwindet dieser aber und als Tim deswegen nicht einschlafen kann, gelangt er in Nocturna &#8211; die Welt der Nacht. Dort trifft er auf den Hirten der Katzen, der sich eigentlich um den Schlaf der Kinder kümmern müsste, und überredet ihn ihm zu helfen herauszufinden, was mit seinem Stern passiert ist.</p>
<p><span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"><img alt="" src="http://nimmermehr.ch/2008/06/29/nocturna_1.jpg" class="mt-image-none" style="" height="330" width="590" /></span></p>
<p>Nocturna ist schön gemacht und überzeugt durch die Welt der Nacht, die mit vielen originellen Ideen ausgezeichnet ist. Gerade der Beginn im Weisenhaus hat mir auch durch eine gewisse Unbestimmtheit und Unproportionalität gefallen, die ihm etwas traumhaftes und spannendes gibt. Leider verliert Nocturna dann im Verlauf viel der Stärke des Anfangs. In der Hälfte hat man die Bewohner von Nocturna kennen gelernt und damit verfliegt auch der Spass am Entdecken der Welt. Dazu gibt es auch in der Geschichte ein paar Schnitzer, die ich als enttäuschend empfunden habe. Gerade der Plottwist am Ende ist sehr gesucht und gibt viel der schönen Unbestimmtheit und damit auch der Stärke des Anfangs auf.</p>
<p>Nocturna ist sicher sehenswert und ein sehr sorgfältiger und unterhaltsamer Film. Leider schafft der Film es nicht, die Idee dann auch in eine gute Geschichte zu transformieren, was am Ende dann leider etwas langatmig wird.</p>
<p><b>Agent Crush</b><br />Regie: Sean Robinson<br />Produktion: England, USA<br /><a href="http://www.commeaucinema.com/bandes-annonces=73115.html">http://www.agentcrush.com/</a> &#8211; <a href="http://www.imdb.com/title/tt0815096/">IMDB</a> &#8211; <a href="http://www.agentcrush.com/page.php?23">Trailer</a></p>
<p><span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"><img alt="" src="http://nimmermehr.ch/2008/06/29/agent_crush_poster.jpg" class="mt-image-none" style="" height="398" width="300" /></span></p>
<p>Die Ausganslage ist nicht schlecht. Eine Parodie des Agenten-Genres mit Puppen, bekannte Schauspieler für die Stimmen (Brian Cox, Ion Gruffudd, Roger Moore u.a.) und eine relativ aufwendige Produktion.</p>
<p>Agent Crush ist ein Androide und Geheim-Agent des World Security Network und kann besser Sprüche reissen als Bösewichten das Handwerk legen. Der Grund sind einige Bugs in seinem Programm, die in bisher davon abgehalten haben, irgend eine Mission erfolgreich zu beenden. Der Bösewicht Boris Goudphater beginnt aber seinen Plan umzusetzen, die Welt in Chaos zu stürzen, und bald is Crush der einzige, der die Welt noch retten kann.</p>
<p>Der Kontrast zwischen dem typischen Agenten-Film und Agent Crush, der das Genre mit Puppen parodiert, funktioniert recht gut. Gerade Crush, der alles ständig mit blöden Sprüchen und ausdrucksloser Miene kommentiert, ist gut getroffen. Ansonsten ist der Film aber ein rechtes Desaster. Die Umsetzung ist sehr aufwendig mit guten Kullissen, bekannten Schauspielern und guten Action-Sequenzen. Dabei versucht aber keine dieser Komponenten witzig zu sein. Der Kontrast mit den Puppen ist gut aber sonst sind Kullissen, Puppen, Soundtrack und Story zwar solide gemacht, vermissen aber jeglichen Witz und Charme. Es scheint als habe man ganz auf die Dialoge vertraut, um den Film unterhaltstam zu machen. Nur leider sind die Dialoge der am wenigsten witzige Teil des Filmes. Sie wagen nichts, verlassen sich auf schlechten Wortwitz und bewegen sich auf einem Niveau das zu langweilig und auch zu normal ist, um aus der Überzeichnung wieder Witz zu schlagen.</p>
<p><span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"><img alt="" src="http://nimmermehr.ch/2008/06/29/agent_crush.jpg" class="mt-image-none" style="" height="330" width="590" /></span></p>
<p>Lange Strecken des Filmes sind einfach nur schrecklich langweilig und die Dialoge ziehen sich Stellenweise kläglich lang hin. Einige Leute haben den Saal während dem Film verlassen und ich war auch nicht sehr weit davon, es ihnen gleich zu tun. Nachträglich habe ich mir noch Team America: World Police angesehen und zwischen den Filmen liegen Welten. Die Dialoge sind in Team America auch lange nicht immer gut aber die Film kompensiert das mit Witz auf visueller Ebene und speziell auch im Soundtrack. Agent Cursh hat sich da ausschliesslich auf die Dialoge und die Puppen (was witzig ist aber nicht lange unterhält) verlassen und das ist tödlich, wenn der Humor nicht ankommt. </p>
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