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Neues in der Kategorie Japan

oshima_1.jpegNagisa Oshima ist die führende Figur des "Neuen Japanischen Kinos" der 1960er und 70er Jahre und war massgeblich daran beteiligt, das Japanische Kino aus den starren Strukturen der Studios zu lösen und das japanische Kino zu erneuern. So hat er sich schon früh mit seinem Studio zerstritten, sich unabhängig gemacht und war an praktisch allen seinen Filmen auch als Produzent beteiligt. Später musste er für die Produktion sogar auf ausländische Hilfe zurückgreifen, da für die Themen seiner Filme in Japan nur schwer Geld zu beschaffen war.

Dank einer Retrospektive seiner Werke, die im Moment auf einer Tour um die Welt ist und im Filmpodium einen Zwischenstopp einlegte, konnte ich eine ganze Reihe seiner Filme aus allen seinen Schaffensperioden bewundern. Insgesamt habe ich es geschafft, acht seiner Filme zu sehen, und war jedes Mal beeindruckt: Oshimas Filme sind schön gefilmt, musikalisch erstklassig unterlegt, behandeln aber vor allem brisante Themen auf eine unübertroffene differenzierte, scharfe und menschliche Weise.
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Japanische Doramas sind das pure Gegenteil von Subtilität: Die Schauspieler spielen übertrieben, die Charaktere sind überzeichnet und folgen typischen Mustern, die Geschichten sind einfach gestrickt, kauen die immer gleichen Wertvorstellungen durch und sind einfach zu durchschauen. Doramas sind anspruchslose Abendunterhaltung, die auch mit halber Aufmerksamkeit verfolgt werden können.

Die Filme von Nobuhiro Yamashita funktionieren dabei ganz anders. Er besitzt ein grosses Talent, die Charaktere und die Geschichte für sich reden zu lassen. Der Zuschauer wird dabei nicht als kleinster gemeinsamer Nenner verstanden, dem die Handlung ABSOLUT KLAR aufgetischt werden muss, sondern als aktiver Teilnehmer am Film, der genug aufmerksam ist, um auch subtile Gesten zu erkennen und zu deuten. Yamashita's Filme erzählen subtil und so gekonnt wie raffiniert. Es ist eine Freude, den Tanz der Handlung und der Charaktere zu beobachten und zu sehen, wie mit feinen Gesten ein Bild konstruiert wird, dass oft nur schlecht in Worte gefasst werden könnte aber dabei viele überraschend scharfe Details zeichnet.
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Die Funktionsweisen und der Aufbau des Manga- und Animemarkts hat mich schon immer interessiert und dabei auch speziell jene des japanischen Marktes. Da Verlage und Produzenten aber nur ungern Zahlen veröffentlichen, stösst man nur selten auf Informationen.

Der japanische Verlag Ichijinsha hat auf seiner Homepage eine Reihe von Zahlen zu seinen Magazinen veröffentlicht, welche einen Einblick in die japanischen Markt von Manga-Magazinen geben kann.

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